Holzvergaser - Kessel
Sind Holzkessel mit aufgebautem Gebläse. Das Gebläse zieht durch die Bauform des Kessels die Verbrennung (Abbrand) nach unten. Der große Vorteil darin ist die kontrollierte Verbrennung - Nur die Menge Holz wird verbrannt - welche gerade benötigt wird. Dies geschieht mit Drehzahl des Gebläses. Bei herkömmlichen Holzkesseln wird alles Material - welches in die Brennkammer gelegt wird - verbrannt. Bei Holzvergaserkessel ist die (Brennkammer) nur für den Holz - Vorrat gedacht. Dieser Vorrat an Brennholz rutscht nach unten nach - In dieser Zeit findet eine Nachtrocknung und durch die hohen Verbrennungstemperaturen das Vergasen statt. Diese Gase zieht das Gebläse nach unten - und verbrennt sie - VERGASER!
Die Verbrennungstemperatur bei Holzvergaser - Kessel liegt bei ca. 1200 Grad. Durch diese hohe Temperatur sind saubere und Umwelt schonende Abgase gewährleistet.
Holzvergaser Kessel sind aufgrund der Bauform alles Stahlkessel. Im Betrieb des Stahl - Kessels entsteht eine Vorlauftemperatur von über 80 Grad - Bei Rücklauftemperaturen von 30-50 Grad. Es entsteht Kondensat (Wasser) - welches an der Rückwand des Holzvergaser ein durchrosten des Stahls verursacht. - Früher sind Stahlkessel ohne Rücklaufanhebung montiert worden und wurden nicht kaputt
WARUM?
Weil Mitte der 90er Jahre der Einbau von Pufferspeichern begonnen hat - und nicht 100 Liter Heizungswasser - sondern 1000 Liter mit 30 Grad im Kessel Kondensiert sind. Daher ist eine Anhebung der Rücklauftemperatur durch Beimischung der Vorlauftemperatur notwendig!
Rücklaufanhebung:
Die Rücklaufanhebetemperatur sollte bei Holz über 50 Grad liegen. Bei der Verbrennung von Eichenholz entsteht bei ca. 60 Grad Säure! Auf der sicheren Seite liegt man bei Rücklauftemperaturen von 70 Grad. Beachten Sie bei Holzvergaserkessel bitte auf die Restfeuchte des Brennstoffes
Beispiel: Bei einem Füllvolumen von 120 Litern und einer Restfeuchte von 20% - muss der Holzvergaser 24 Liter Wasser zum Verdampfen bringen! Die dafür notwendige Energie verbraucht ein Viertel der eingefüllten Holzmenge!
Merke: Verwenden Sie 2 Jahre getrocknetes Brennholz - und Sie erhöhen zum einen die Lebensdauer Ihres Holzvergaser - Kessel - und ersparen sich 30 % Brennstoffkosten!
Bei Holzvergaser spricht man von Druck oder Saugzug Gebläse-Kessel.
Druckgebläsekessel
Bei Druckgebläsekessel drückt der Gebläsemotor die erforderliche Verbrennungsluft in den Kessel.
Vorteil: Im Holzkessel entsteht ein Überdruck welcher Undichtheiten bei zB. Türdichtungen aufzeigt. Der Holzkessel bekommt somit keine Falschluft oder Luftüberschuss zur Verbrennung. Bei einem Stromausfall bekommt der Holzvergaserkessel keine Luft und geht schlimmsten Falles aus.
Nachteile: Das Druckgebläse kann bei schlechtem Kaminzug die Rauchgase bei geöffneter Füllraumtüre nicht ganz abziehen - es kann beim Nachlegen ein wenig Rauchen. Bei Druckgebläsekesseln kommt dadurch ein separater Abzugsventilator zum Einsatz!
Saugzuggebläsekessel
Bei Saugzug Gebläse Kessel sitzt der Gebläsemotor am Ende des Holzkessels und zieht die Luft durch den Kessel!
Vorteil: Es entsteht ein Unterdruck im Holzkessel und somit ein besseres Abziehen der Schwellgase durch den Kamin.
Nachteil: Durch Undichtheiten zB. Türdichtungen und schlecht geschlossene Öffnungen saugt das Holzvergasergebläse mehr Luft (Falschluft) durch den Holzkessel und verschlechtert somit die kontrollierte Verbrennung. Aus diesem Grunde sind Lambdasonden entstanden!
Braucht ein Holzvergaserkessel eine Lambdasonde oder nicht? Die Lambdasonde ist bei Saugzug - Gebläse kessel unbedingt erforderlich. Bei Druckgebläse - Kessel wird die Luftmenge nicht durch Falschluft verändert.
Eine Lambdasonde nimmt nur Daten vom Abgas des Kessels auf. Diese sendet die Daten an eine Regelung - welche die Daten analysiert und sendet diese an eine Steuerung - welche mittels Stellmotoren die Luftmengen im Kessel verändert. Dieser Aufwand führt natürlich zu einem höheren Preis! Die Luftaufteilung im Holzvergaserkessel kann auch mittels Stellschrauben mechanisch eingestellt werden.
Lambdasonde
Merke! Eine Lambdasonde bei ständig gleichem Brennstoff ist überflüssig - da sich ja die Luftmengen dann auch nicht ändern müssen! Bei Brennstoffunterschieden von zB. Hart und Weichholz bzw. von unterschiedlichen Restfeuchten bewirkt eine Lambdasonde - Regelung eine Brennstoff-Ersparnis von 3 - 5 %. Dieser Wert stammt aus den ganzen Prüfberichten - Ist aber auch ein Praxis - Wert!
Bei einem Jahresverbrauch von 15 Meter Holz liegt die Holzersparnis durch Lamdaregelung somit bei einem 1/2 Meter!
Auf was man beim Kauf eines Holzvergaser - Kessel beachten sollte!
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Preis: Viele Holzvergaserkessel sind Baugleich - Kosten aber unterschiedlich viel Geld
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Achten Sie auf die Verschleißteile - Bei Verbrennungstemperaturen von über 1000 Grad ermüdet jedes Material / Schamott oder Stahlrost. Die Folgekosten sind bei manchen Kesseltypen unverschämt hoch!
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Achten Sie auf den Füllraum - Mehr Füllraum = Mehr Komfort.
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Stahldicken ab 6 mm sorgen für einen Spannungsfreien Betrieb des Holzvergaser - Kessel
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Manche Holzvergaserkessel brauchen einen Computer für die Inbetriebnahme! Wie oft ist in 10 Jahren ein Computer fehlerfrei?
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Wie viel kostet die Steuerung des Kessels - ein einfacher und günstiger Austausch der Steuerung sollte gegeben sein - Jede Steuerung kann einmal kaputt sein - Schmeißt man dann gleich den ganzen Ofen weg?
Mann sollte sich bei seinem Holzvergaserkessel am besten selbst zurecht finden - dann ist man auf niemanden angewiesen.